ByteDance hat Seedance 2.0 öffentlich ausgerollt — ein großes Update seines KI-Videogenerierungs-Stacks, das eine engere Audio-Video-Integration, reichere multimodale Eingaben (Text, Bilder, kurze Clips), stärkere Konsistenz von Figuren und Szenen sowie eine Reihe von Steuerungen für Produktions-Workflows verspricht — Funktionen, die die KI-Videogenerierung von experimentellen Demos hin zu praktischen Produktionstools vorantreiben.
CometAPI ist bereit, ein bedeutendes neues Mitglied vorzustellen – die Seedance 2.0 API.
Was genau ist Seedance 2.0?
Seedance 2.0 ist die jüngste Iteration der KI-Videogenerierungstechnologie von ByteDance. Das Modell wurde als Teil von ByteDance’s umfassenderem Creative-Stack entwickelt und ist in Werbematerialien eng mit der CapCut Dreamina Creative Suite verbunden. ByteDance positioniert Seedance 2.0 als produktionsreifes Werkzeug für kurze filmische Sequenzen, Storyboarding und schnelle Previsualisierung — in der Lage, verschiedene Arten von Referenzmaterial (Textprompts, Standbilder, kurze Videoclips) zu verarbeiten und synchronisierte Videos zu erzeugen, die native Audiospur enthalten (Dialog, Effekte und Musik), statt Audio erst nachträglich hinzuzufügen.
Was „multimodal“ hier bedeutet
Im Kontext von Seedance 2.0 bedeutet multimodal, dass das Modell unterschiedliche Eingabemodalitäten gleichzeitig aufnimmt und darüber schlussfolgert: eine schriftliche Eingabe (Prompt), visuelle Referenzen (Charakter-Standbilder, Moodboards, Beispiel-Frames) und kurze Referenzvideos, die Kamerabewegung oder schauspielerische Beats illustrieren. Das Modell erzeugt anschließend einen integrierten Output, bei dem Bewegung, Bild und Audio in einem koordinierten Durchgang generiert werden, sodass Lippensynchronität, Hintergrund-Sounddesign und Kamerasprache mit der visuellen Erzählung übereinstimmen.
Architektur-Highlights
Seedance 2.0 kombiniert diffusionartige Generierung mit transformerbasierter zeitlicher Modellierung — eine Architektur, die ByteDance Berichten zufolge als „Diffusion Transformer“ bezeichnet bzw. in Varianten davon nutzt, um langfristige temporale Kohärenz zu skalieren und zugleich kosteneffizient zu bleiben. Das System bietet zudem neue Referenzsteuerungen (häufig als „@ reference“ oder „reference system“ beschrieben), die das Erscheinungsbild von Figuren, die Kamerarahmung und sogar den Darbietungsstil über mehrere Einstellungen hinweg fixieren und so die Kontinuität zwischen Schnitten verbessern.
Welche neuen Fähigkeiten führt Seedance 2.0 ein?
Seedance 2.0 bündelt mehrere technische und Produktfunktionen, die es zusammen von vielen früheren Text-zu-Video- und multimodalen Modellen unterscheiden:
- Native Audio-Video-Generierung (Single-Pass): Ein zentrales Leistungsmerkmal von Seedance 2.0 ist die integrierte Audiokapazität: Seedance 2.0 erzeugt synchronisiertes Audio (Dialog, Soundeffekte, Musik) als Teil desselben Generierungsprozesses, anstatt Audio als separaten Post-Processing-Schritt und Umgebungsgeräusche erst den generierten visuellen Inhalten hinzuzufügen. Das ist ein deutlicher Unterschied zu Modellen, die nur visuelle Inhalte erzeugen und Audio nachgelagerten Tools überlassen.
- Multimodale / „quad-modale“ Eingaben: Das Modell unterstützt mehrere Referenztypen gleichzeitig — Textprompts, Bilder (Charakter- oder Stilreferenzen), kurze Videoclips (Bewegungsreferenzen) und Audio (Stimmen oder Beats). Diese regieartige Steuerung erlaubt es Kreativen, Referenz-Assets zu mischen, um kontrollierbarere und reproduzierbarere Outputs zu erhalten — eine Voraussetzung für jedes Tool, das in Storytelling, Previsualisierung und längeren Sequenzen eingesetzt werden soll.
- Multi-Shot-Storytelling & Szenenkontinuität: Statt einzelne, isolierte Shots zu generieren, unterstützt Seedance 2.0 Sequenzen mit Szenenübergängen, Charakterkontinuität und Bildkomposition, die eher wie ein kurzer Schnitt wirken als eine lose Bildfolge.
- V2 Motion Synthesis Engine & physikbewusste Animation: Das Modell umfasst Verbesserungen der Bewegungsrealität (Kollision, Impuls, natürliche Beschleunigungen), damit Interaktionen zwischen Objekten und Figuren über die Zeit plausibler wirken.
- Höhere Auflösung & schnellere Exporte: Seedance 2.0 unterstützt Exporte bis zu 2K Auflösung und beansprucht ungefähr ~30% schnellere Generierungsgeschwindigkeit im Vergleich zu direkten Vorgängern (bei vergleichbaren Einstellungen).
- Stiltransfer aus Screenshots/Referenzen: Seedance 2.0 kann einen fotografischen oder filmischen Stil aus einem einzelnen Bild oder Frame aufnehmen und diesen Look über die generierte Sequenz hinweg anwenden — einschließlich Farbkorrektur und Kompositionshinweisen — sodass Kreative einen bestimmten filmischen Stil schnell emulieren können.
Kleine, aber folgenreiche UX- und API-Änderungen
Seedance 2.0 wird mit Produktfunktionen ausgeliefert, die für Studios und Entwickler wichtig sind: eine API für die programmatische Generierung (API/UX ist auf Iteration ausgelegt), Presets für Previsualisierung/Film-Art-Departments sowie ein „All-Round Reference“-Modus, der hochgeladene Assets automatisch in Rollen-/Stil-/Bewegungs-Kategorien einordnet. Das sind Workflow-Verbesserungen, die das Modell leichter in bestehende Pipelines integrierbar machen.

Wie schlägt sich Seedance 2.0 im Vergleich?
Warum ist Seedance 2.0 bedeutsam
Für Film-, Spiele- und Werbungsteams kann das Versprechen, Szenen-Level-Previsualisierungen mit integriertem Sound in Minuten statt Tagen zu erstellen, kreative Zyklen spürbar verkürzen und die Kosten der Vorproduktion senken. Seedance 2.0’s Referenz-Locking und Multi-Shot-Kohärenz sind besonders nützlich für Storyboarding und das Testen von Performance-Entscheidungen mit kostengünstigem Talent oder animierten Stand-ins. Das kann Entscheidungsprozesse beschleunigen, bevor teure Drehs oder Render-Farmen in Anspruch genommen werden.
Evaluierungen von Seedance 2.0 entstehen rasch. Da Modelle oft mit unterschiedlichen Testbeds und Metriken geprüft werden, erfordert ein fairer Vergleich die Betrachtung mehrerer Achsen: visuelle Realität, temporale Kohärenz, Audioqualität, Generierungskontrolle, Geschwindigkeit und Kosten.
Seedance 2.0 vs Kling 3.0 vs Sora 2 vs Veo 3.1: Kurzüberblick über die Spezifikationen
Hier ist ein nebeneinander gestellter, aktueller Vergleich (Stand Anfang 2026) der führenden KI-Videogenerierungsmodelle — Seedance 2.0 (ByteDance), Sora 2 (OpenAI), Veo 3.1 (Google) und Kling 3.0 (Kuaishou):
| Feature | Seedance 2.0 | Sora 2 | Veo 3.1 | Kling 3.0 | Gewinner |
|---|---|---|---|---|---|
| Max Duration | ~15 s | ~12 s | ~8 s | ~10 s | Seedance 2.0 für die längste und flexibelste Dauer. |
| Max Resolution | Up to 1080p (some reports of 2K support) | ~1080p | Up to 4K | Up to 1080p | Veo 3.1 |
| Multimodal Inputs | Text + images + video + audio | Text + image | Text + optional images | Text + images | Seedance 2.0 haushoch — besonders nützlich für die Regie komplexer Szenen anhand mehrerer Referenzen. |
| Native Audio | Yes (incl. reference inputs) | Yes | Yes | Yes | Seedance 2.0 |
| Temporal Consistency | Very good | Excellent | Excellent | Very good | Veo 3.1 für visuellen Feinschliff; Sora 2 für Physik & temporale Konsistenz. |
| Audio Quality | Full co-generated (dialogue, SFX, music) | Full (dialogue + SFX) | Full (ambient, dialogue, music) | Full | Veo 3.1 für Audio-Treue und räumlichen Realismus; Seedance 2.0 für referenzgesteuerte Audio-Anpassung. |
| Generation Control | Strong (multimodal refs & editing) | Good (physics + storyboarding) | Moderate (cinematic framing) | Good (motion brush) | Seedance 2.0 für schiere Kontrollvielfalt. |
| Speed | Fast (~<2 min for 10 s) | Slower (higher quality) | Moderate (2-3 min for 8 s) | Fast | Seedance 2.0 und Kling 3.0 für Reaktionsfähigkeit |
| Cost (est.) | ~$0.60 per 10 s | ~$1.00 per 10 s | ~$2.50 per 10 s | ~$0.50 per 10 s | Kling 3.0 für den günstigsten Pro-Video-Preis; Seedance 2.0 starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. |
Offensichtlich liegt Seedance 2.0 auf einigen dieser Achsen vor vielen Mitbewerbern. Dennoch hat jedes Videomodell weiterhin seine unersetzlichen Vorteile:
- Sora 2 (OpenAI) — Klassenbeste Physik und Kohärenz bei langen Einstellungen; höhere Rechenkosten.
- Veo 3.1 (Google) — Starke Farbwissenschaft und Sendetauglichkeit; langsamer und teurer in einigen Konfigurationen.
- Kling 3.0 (Kuaishou) — Hervorragender Wert und Geschwindigkeit für schnelle Prototypen.
- Seedance 2.0 (ByteDance) — Starke Workflow-Funktionen (Audio, Bearbeitung, Referenzsteuerung), schnell für kurze filmische Einstellungen, explizit in Creator-Tools integriert.
Wie können Sie Seedance 2.0 nutzen und darauf zugreifen?
Verfügbarkeit und Rollout
Zum Zeitpunkt des Schreibens wurde Seedance 2.0 in begrenzter, gestufter Form veröffentlicht. Community-Threads und frühe Beiträge deuten auf eine limitierte Beta und Demos hin, während ein vollständiger öffentlicher API-Rollout in einigen Regionen noch aussteht. Sie sollten es in wenigen Tagen über CometAPI nutzen können. Für den Moment können Sie Seedance 1.6 verwenden, um die Migration vorzubereiten.
Schritt für Schritt: ein Beispiel-Workflow für Creator
Nachfolgend ein praktischer Workflow, zusammengestellt aus dem offiziellen Changelog und frühen Nutzeranleitungen. Betrachten Sie ihn als empfohlenen Ausgangspunkt; genaue UI-Elemente variieren je nach Deployment.
- Sequenz planen (Skripting/Storyboard): Legen Sie Szenen, Beats, Kamerarahmung und das gewünschte Modell-Output fest (Previs, fertiger Shot oder Stilstudie). Die Stärken von Seedance begünstigen derzeit kurze Sequenzen und gezielte Einstellungen gegenüber Langform-Inhalten.
- Referenz-Assets sammeln: Sammeln Sie Textprompts, einige Standbilder als Charakter-/Stilreferenzen, kurze Clips, die Bewegung oder Blocking zeigen, sowie Audio-Referenzen (Stimmproben oder Beats). Komplementäre Referenzen erhöhen die Fähigkeit des Modells, Anweisungen zu befolgen.
- Generierungsmodus wählen: Verwenden Sie „All-Round Reference“ für Projekte mit gemischten Eingaben oder ein Preset (z. B. „Cinematic Scene“, „Dance Sequence“, „Ad Spot“), falls verfügbar. Diese Presets stimmen die Heuristiken des Modells auf Tempo, Shotlänge und Audiomix ab.
- Technische Parameter festlegen: Wählen Sie die Auflösung (bis zu 2K), die Bildrate und die gewünschte Output-Länge pro Shot. Wenn Sie schnell iterieren, nutzen Sie für Entwürfe niedrigere Auflösung und schnellere Einstellungen und erhöhen Sie die Qualität für finale Exporte.
- Generieren und prüfen: Seedance 2.0 gibt synchronisiertes Audio und Bild aus. Prüfen Sie auf Charakterkonsistenz, Lippensynchronität, Bewegungsplausibilität und etwaige Artefakte. Verfeinern Sie iterativ Prompts oder tauschen Sie Referenz-Assets aus.
- Nachbearbeitung (optional): Export und Schnitt in Ihrem NLE (nicht-linearer Editor). Da Seedance Audio-Synchronisation und Shot-Kontinuität betont, lassen sich viele Outputs direkt in Schnitt-Timelines einfügen, für zusätzliche Farbkorrektur, Compositing oder menschliche Voice-overs.
Welche aktuellen Einschränkungen und Risiken hat Seedance 2.0?
Wie bei allen frühen Releases in einem sich schnell entwickelnden Feld gibt es Trade-offs und Einschränkungen, die Beobachter beachten sollten.
Kürzere Sequenzlängen und Kohärenz-Kompromisse
Während Seedance 2.0 bei kurzen filmischen Beats stark ist, deuten Berichte darauf hin, dass lange kontinuierliche Einstellungen und komplexe physikalische Interaktionen weiterhin Herausforderungen darstellen. Auf Physiksimulation und Langform-Kohärenz spezialisierte Modelle (z. B. Soras Forschungssysteme) können Seedance auf diesen Metriken übertreffen.
In frühen Tests gemeldete Audio-Artefakte und Untertitel
Unabhängige Tester haben Probleme wie ungeordnete Stimmwiedergabe und verstümmelte Untertitel in einigen generierten Outputs dokumentiert, insbesondere bei längeren Sequenzen oder wenn komplexe phonetische Genauigkeit erforderlich ist. Solche Fehler deuten darauf hin, dass die Audio-visuelle Ausrichtung in Randfällen weiterer Verfeinerung bedarf.
IP-, Ethik- und Missbrauchsbedenken
Fähigkeiten wie Stiltransfer (aus Filmframes) und detaillierte Bearbeitung bestehender Aufnahmen werfen Fragen des geistigen Eigentums auf: Die Möglichkeit, überzeugende „im-Stil“-Szenen zu produzieren, kann die Grenze zwischen Inspiration und Verletzung verschwimmen lassen.
Schlussbemerkung: schnelle Entwicklung, gemischte Perspektiven
Seedance 2.0 ist ein wichtiger Meilenstein in der generativen Videolandschaft, weil es visuelle Generierung, Audio, Editing und Produktions-Workflows in einer einzigen Produktnarrative verbindet — und weil es in vertrauten Creator-Tools eingeführt wird. Die frühen Demos zeigen klare Fortschritte auf dem Weg, KI-Video für Kreative tatsächlich nützlich zu machen; die frühen Tests zeigen zugleich, dass es noch deutliche technische Grenzen und ungelöste Richtlinienprobleme gibt. Für Kreative und Unternehmen ist der praktische Ansatz, jetzt zu experimentieren (CometAPI hilft gern).
Bereit, loszulegen? → Kostenlose Testversion von Seedance 2.0
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